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Gegen Schweinetötung in Ägypten

Gegen Schweinetötung in Ägypten

!!!ACHTUNG!!! Das folgende Youtube-Video kann triggern! Es wird gezeigt, wie einem Schwein die Kehle durchgeschnitten wird!

Heute bin ich beim Recherchieren in Sachen Tierschutz auf fogenden Artikel gestoßen:

"Grauenhafte Szenen der Tierquälerei spielten und spielen sich momentan in Ägypten ab. In Medienberichten sah man, wie hunderte Schweine mit Baggern auf LKW geworfen wurden. Einige Tiere starben dabei, oder brachen sich die Knochen. Die Schweine wurden zu Massengräbern transportiert, wo sie mit Chemikalien und Kalk überschüttet wurden. Sie starben einen langsamen und  grausamen Tod. Aus Berichten war zu hören, dass die Tiere bis zu 40 Minuten lang verzweifelt schrien.

Die offizielle Begründung: Man müsse gegen die Schweinegrippe vorgehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) lassen diese Begründung allerdings nicht gelten. Die WHO bezeichnet das Vorgehen als »unwissenschaftlich«. Politische und religiöse Motive scheinen die wahren Gründe zu sein."

Quelle: http://albert-schweitzer-stiftung.de/tierschutz-aktiv/petitionen/protest-gegen-schweinetoetungen-in-aegypten

Als bekennende Veganerin und Tiefreund habe ich mich an der Protestaktion beteiligt und werde Ägypten als Urlaubsland boykottieren, solange die Regierung nichts gegen diese unbeschreiblichen Gräueltaten unternimmt. Ich kann und will einfach nicht glauben, dass Menschen so grausam zu Tieren sein können, dass sie absolut keine Skrupel haben, Tieren so etwas anzutun. Über das Video (das ich mir nicht zu Ende ansehen konnte!) bin ich entsetzt. Ich möchte nicht mal aussprechen, was darin gezeigt wird. Ich hätte beinahe aufgeschrieen.   Mich reizt es nicht wenig, mit einer Peitsche auf diese Unmenschen loszugehen, wenn dies auch nur einem der todgeweihten Schweine das bevorstehende Leid ersparen könnte ...  

Es gibt manche Nächte, in denen ich mir wieder und wieder vorbeten muss, nicht über die Welt nachzudenken, denn es geschieht einfach zu viel unnötiges, sinnloses Leid in ihr, zu viele Menschen und Tiere werden aus rein sadistischen, politischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen oder unter dem Deckmantel der Wissenschaft gefoltert, gequält und grausam getötet. Ehrfurcht vor dem Leben scheint ein Luxusgut zu werden. Und ich kann nur so wenig tun ... Aber ich kann etwas tun, Gott sei Dank!

17.6.09 20:08


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Hör ma Kumpel ...

Hör ma Kumpel ...

.. wenn du jemanden zum Spielen suchst, verpiss' dich bloß, ich bin nicht in Trottelhausen @ home!  Wenn du auf jemandes Gefühle rumtrampeln willst, mach' 'ne Fliege, oder seh' ich aus wie 'ne wandelnde Marionette? Dein ganzes Gelaber kannste dir sonstwo hinstecken, ich krieg' nur Brechreiz davon!

Hast mir genug weh getan, blöder Mistkerl! Deine Tour zieht nicht länger bei mir! emotionGenug gepflastert, dich hab' ich nicht nötig, ich such' mir einen richtigen Kerl!

14.6.09 19:08


Gratis Umarmungen

Gratis Umarmungen

Heute ist das "Freie Umarmungen"-Duo allerhöchstpersönlich in meiner Heimatstadt unterwegs und bietet freie Umarmungen an. Der entsprechende Zeitungsartikel hat mich sehr berührt, denn auch ich habe ein Herz für Menschen und gäbe sonst was drum, wenn es mehr Liebe auf der Welt geben würde - mehr Frieden, mehr Vertrauen, mehr Miteinander statt Gegeneinander. Wenn ich morgens mit der Bahn zur Arbeit fahre, erschreckt es mich manchmal, wie viele Menschen im wahrsten Sinne des Wortes mit Scheuklappen unterwegs sind und sich gegenseitig gleichgültig oder gar misstrauisch mustern. Dabei kann schon ein freundlicher Blick, ein einfaches Lächeln so viel bewegen und so viel Sonne ins Herz zaubern. Bei all der Angst und Gewalt in der Welt gibt es doch nichts Schöneres als zu wissen, dass wenigstens ein Mensch dir wohlgesonnen ist, oder? Und Lächeln tut nicht mal weh! So wenig kann so viel bewirken ... Ich wäre so gern hingegangen, konnte mich aber nicht dazu aufraffen ... Morgen, wenn ich wieder zur Arbeit fahre, werde ich das mit dem Lächeln mal ausprobieren ...

14.6.09 18:33


Chaos Tod Veganismus Beziehungsende Hochzeit

Chaos Tod Veganismus Beziehungsende Hochzeit

Hallo, ich bin zurück! Ich kann es selbst kaum glauben, dass seit meinem letzten Eintrag fast ein Jahr vergangen ist. In der Zwischenzeit ist eine Menge passiert und auch wieder nicht passiert. Ich habe mich von meinem damaligen Freund, meiner ersten großen Liebe, getrennt. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich zu diesem Schritt durchringen könnte, denn meine Gefühle waren wirklich sehr groß und diese Beziehung hat mir so viel gegeben. Letztendlich aber war der Schritt notwendig, weil wir beide schwerwiegende Fehler gemacht haben und ich nicht länger hinnehmen konnte und wollte, dass wir beide mit einer Lüge leben. Dazu liebte ich ihn viel zu sehr. Und ich habe mir nicht umsonst das Versprechen gegeben, alles zu tun, um mir zu helfen, wieder gesund (habe die Borderline-Persönlichkeitsstörung und Depressionen) und erwachsen zu werden. Der Trennungsschmerz war meinen Gefühlen entsprechend sehr groß. Glückstreffer war, dass ich zum Zeitpunkt der Trennung gerade eine stationäre Therapie in einer psychiatrischen Klinik begonnen hatte. Ich wurde sozusagen von Mitpatienten, Schwestern und Therapeuten "aufgefangen". Sie alle haben mich unheimlich gut unterstützt und mir sehr geholfen. Ohne sie wäre ich in der Therapie nie so weit gekommen wie es der Fall ist. Ich bin wesentlich selbstbewusster geworden, kontaktfreudiger und kann mit meinen Gefühlen besser umgehen. Am besten hat mir geholfen, dass ich in der Klinik einen jungen Mann kennen gelernt habe, der glatt mein zweiter Freund wurde O.O Ja, so was kann schnell bei mir gehen. Aber das ist auch schon wieder vorbei (nach drei Monaten). Es war wohl eine unüberlegte Kurzschlusshandlung von mir, weil ich das Gefühl brauchte, geliebt zu werden, und weil ich so den Trennungsschmerz vergessen konnte. Konsequenz: Jetzt muss ich zwei Beziehungen gleichzeitig verarbeiten. Auch die zweite Trennung ging von mir aus und auch sie tat sehr weh, weil auch mein zweiter Freund es nicht ernst mit mir gemeint hat. Ich habe zur Zeit erst einmal die Schnauze voll von Männern und Beziehungen. Ich muss auch erst einmal wieder mit mir selbst klarkommen, denn es fällt mir nicht leicht, seit der Entlassung aus der Klinik auf mich allein gestellt den Alltag zu bewältigen, auch wenn ich nebenbei ambulant in therapeutischer Behandlung bin.

Inzwischen bin ich von vegetarisch auf vegan umgestiegen, habe also auch die Übergangsphase abgeschlossen. Seit Ende März gibt es für mich keine Milch, keine Eier, Honig, Gelatine, Alkohol mehr für mich. Und ich muss sagen, es geht mir erstaunlich gut damit. Das größte Problem dabei ist, mein Energieniveau zu halten. Ich muss mengenmäßig viel mehr essen als früher, da milch- und eifreie Lebensmittel meistens auch weniger Kalorien haben. Am Anfang war es auch ziemlich lästig und aufwändig, beim Einkaufen x Zutatenlisten durchzulesen, um sicherzugehen, dass das Produkt vegan ist, aber auch daran habe ich mich inzwischen gewöhnt und vieles bereite ich auch selbst zu (z.B. Müsli). Zum Glück bin ich ein großer Tofu- und sonstige Soja-Produkte-Fan ^^ Und: Da die meisten Süßigkeiten Milch u./o. Ei enthalten, stehen auch diese nicht mehr auf meinem Speisezettel (nur ab und zu vegane Kekse oder milchfreie Bitterschokolade) - was meiner Figur durchaus zugute kommt. Im Großen und Ganzen bereue ich den Schritt nicht und fühle mich sehr wohl damit.

Ein weiterer Schicksalsschlag für mich war der Tod einer guten Freundin Anfang März für mich. Ich hatte sie im selben Forum wie meinen ersten Exfreund kennen gelernt. Ihr Ehemann hat mir die Hiobsbotschaft mitgeteilt. Diese Nachricht hat mich sehr mitgenommen, auch wenn wir uns noch nie persönlich getroffen hatten, aber zu einer Zeit, als es mir sehr schlecht ging, war sie die ganze Zeit für mich da und verstand es fantastisch, mich zu trösten und zu motivieren.  Liebe A., du fehlst mir so!

Mein Vater hat am Pfingstwochenende seine derzeitige Freundin und Mutter meiner Halbschwester geheiratet - eine Tatsache, mit der ich überhaupt nicht klar komme. Ich verstehe mich eigentlich ganz gut mit besagter Freundin, aber die Scheidung meiner Eltern macht mir, obwohl sie bereits 14 Jahre zurückliegt, noch immer sehr zu schaffen. Das kleine Kind in mir sieht immer noch Mama an Papas Seite und kann die neue Frau einfach nicht so ohne weiteres akzeptieren. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll. Auf der Hochzeit selbst war noch alles in Ordnung, auch wenn ich die Entfremdung von der Familie meines Vaters gespürt habe (meine Schwester und ich sind nach der Scheidung bei unserer Mutter geblieben). Früher hatte ich so viel Kontakt zu meinen vielen Kusinen, Onkeln und Tanten, zur Zeit aber treffen wir uns nur noch ganz selten zu Familienfeierlichkeiten meines Vaters oder meiner Großmutter und haben uns auch nicht mehr wirklich viel zu sagen. Obwohl ich sagen muss, dass meine jüngste Großkusine wirklich absolut entzückend ist (wird im Juli 2 Jahre alt) und dass ich heilfroh bin, dass es meiner einen Kusine, die nach einem Elektroschock ins Wachkoma gefallen war, wieder einigermaßen gut geht. Sie erinnert sich an mich. Aber es hat mich schon erschrocken, wie sie sich verändert hat ...

Es gibt aber auch eine frohe Botschaft: Meine Schwester heiratet im August! Eine Hochzeit, auf die ich mich wirklich freue, denn sie ist mit ihrem Freund jetzt seit über vier Jahren zusammen und die beiden passen auch wirklich gut zueinander. Sie haben schon eine gemeinsame Wohnung und den gleichen Beruf (ja, eine deutsch-typische Arbeitsplatz-Liebe ). Bis dato sind es nur noch acht Wochen! *freu freu freu*

 Gut, das muss fürs Erste reichen. Von mir demnächst mehr. P.S. Ich bin von zu Hause ausgezogen. Es hat sich wirklich eine Menge getan!

13.6.09 19:22


Kann man einen fiktiven Menschen lieben?

Kann man einen fiktiven Menschen lieben?

Wenn du liebst, meinst du es todernst. Halbe Sachen liegen dir nicht. Was du tust, tust du hundertprozentig. Dein Ehrgeiz kennt keine Grenzen. Deine Überzeugungen kommen aus tiefstem Herzen, und für deine Leidenschaften engagierst du dich voll und ganz. Du bist bereit, bis an deine Grenzen zu gehen – und darüber hinaus. Das zeichnet deine Stärke aus. Und schürt gleichzeitig große Ängste. So hoch du fliegst, so tief kannst du auch fallen. So voller Lebensfreude und so ansteckend wie dein Lachen, so herzzerreißend tiefgreifend und an Verzweiflung grenzend ist deine Traurigkeit. So engagiert und leidenschaftlich du dich für deine Talente einsetzt, die dir Sicherheit geben, so leicht erschrickst du, so leicht verletzlich bist du auf unsicherem Terrain. So nah, dass sie sich fast berühren, obwohl sie so weit auseinander liegen, sind sich deine zerbrechlich wirkende Verletzlichkeit und deine undurchdringliche, stählerne Kraft. Und genau diese Kontrastwirkung übt diese faszinierende, mitreißende Anziehungskraft aus, spiegelt auf erschreckend intensive. authentische Weise die Menschlichkeit einer fühlenden Seele wider.
Dein Blick der eines ungezähmten Tieres.  Er sprüht vor Kampfeslust und Leidenschaft, die dich mit Leichtigkeit über das Spielfeld tragen. So viel Kraft, so viel Begeisterung spricht aus jeder deiner Bewegungen. Als ob du nur für den Fußball lebst. Und mit genau den gleichen Händen, die nach dem Ball greifen wie nach einem lebensspendenden Talisman, liebkost du deinen kleinen weißen Hund, mit einer Zärtlichkeit, der Blick so voller Liebe, dass es einem das Herz zerreißt. Du schmollst schnell, wenn das Wetter nicht mitspielt, und bist verlegen, wenn dich jemand lobt oder dir etwas Gutes tut. Nein, ich kann es nicht beschreiben, was es ist, dass ich deine weichen braunen Haare streicheln, deine durchtrainierte breite Brust berühren, deine sehnige Hand mit den langen schlanken Fingern ergreifen, dir in die schokoladenbraunen Augen blicken möchte. Obwohl ich nie deine Stimme gehört, dich nie habe laufen sehen. Und doch sind wir uns so ähnlich – die gleiche Selbstunsicherheit, Begeisterungsfähigkeit und Sensibilität, das gleiche große Herz, große Misstrauen, die gleiche Tierliebe, die gleiche Angst. Obwohl du aus einer ganz anderen Welt stammst. Obwohl wir, unsere Kulturen, unsere Lebensumstände unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich sehne mich danach, dir zuzujubeln, wenn du ein Tor geschossen hast, an deinem Krankenbett um dich zu bangen, wenn du einen Unfall hattest, mich einfach schweigend zu dir zu setzen, wenn du obdachlos im Regen auf der Straße sitzt, K. zu dir zu bringen, wenn du vor Trauer und Einsamkeit verzweifelst. Auch wenn deine Stimme nie erklingen wird, deine Ohren niemals das Schreien jubelnder Fans hören, deine Beine niemals einen Ball treten, deine Arme niemals den Hauch vorüberstreichenden Windes verspüren werden. Weil deine Bewegungen, deine Worte, dein Aussehen, all dein Tun vom Zeichentalent eines realen Menschen abhängen. Der es auf so faszinierende Weise gelingt, sich in die Seele eines jungen, leidgebeutelten Mannes hineinzuversetzen und ihren Lesern deine Welt so tiefgründig nahezubringen, als wäre sie zum Greifen nah, als seiest du tatsächlich lebendig! Und doch bist du nichts weiter als eine Annsammlung von Bleistiftstrichen, deine Persönlichkeit und dein Leben lediglich das Produkt der Gedanken und Fantasien einer hoch talentierten Zeichnerin. So leicht bist du zu gebrauchen, dienst du anderen Menschen zu anderen Zwecken, hat dein eigenes Leben nicht den Sinn und Wert, den ein (reales) Menschenleben hat. Dass du dich bewegst, sprichst, älter wirst, ja selbst dass du fühlst – alles pure Illusion. Und diese an dich gerichteten Worte – bleiben ohne Ziel, ohne Antwort, ungehört. An einen Menschen gerichtet, den es nur dank Auge-Hand-Koordination, Fantasie, Papier und Grafit gibt – und für dessen Existenz ich dennoch unendlich dankbar bin …

9.7.08 09:53


Warum man Lassie nicht quälen darf (II)

Warum man Lassie nicht quälen darf (II)

oder: „Mami, woher kommt das Schnitzel auf meinem Teller?“

Wohl kaum eine Mutter würde diese Frage mit den Worten beantworten: „Dazu wird ein Schwein aus Massentierhaltung per Elektroschock betäubt und dann durch Durchtrennen der Halsschlagader getötet und ausgeblutet, bevor es in seine Einzelteile zerlegt und klein gehäckselt wird.“
Mal ganz abgesehen davon, dass das hautnahe Miterleben einer Schweineschlachtung wohl bei den meisten Menschen eher seelische Erschütterung denn Freude hervorrufen würde (nicht umsonst wurde der Beruf des Fleischers in die Top Ten der schwersten Berufe in Deutschland gewählt), könnten Metzgereien und Bauernhöfe mit Nutztierhaltung wohl bald dicht machen, wenn Verbraucher mit diesem Bild vor Augen in den Supermarkt gingen. (Ich tue es und kann mich kaum überwinden, auch nur einen Blick auf die Wursttheke zu werfen.) Das tatsächliche Bild sieht ganz anders aus. Und auch auf Milchkartons sind in der Regel gesunde Kühe auf einer Bergwiese abgebildet. Und nicht die kurz nach der Geburt getöteten männlichen Kälber.
Was also greifen Veganismus-Befürworter an?
Dazu in Bezug auf Tierversuche:
„Tierversuche sind das am häufigsten und am heftigsten diskutierte Thema im Tierschutz geworden. Das hat die Befürworterinnen von Tierexperimenten dazu veranlasst, auf den offenkundigen – und in der Tat nicht zu bestreitenden – Widerspruch im Denken hinzuweisen, dass die unterschiedlichen emotionalen Reaktionen, mit denen ein Tieropfer betrachtet wird, häufig vom Zweck des Tötens abhängen.

`Das Töten zur Gewinnung von Nahrungsmitteln und anderen tierischen Produkten, das massenhafte Vernichten von Mäusen, Ratten und Tauben in unseren Städten und auch das Töten von herrenlosen Haustieren, das in unseren Städten beträchtlich ist, erwecken – wenn überhaupt – weniger öffentliche Aufmerksamkeit als das Opfern von Versuchstieren für Forschung und Lehre. Offensichtlich hat dieser kognitive Widerspruch nichts zu tun mit ethischen Überlegungen und kann allenfalls beeinflusst werden durch wissenschaftspolitische, gesetzgeberische und erzieherische Initiativen.’“
(Quelle: ebenda, S. 183)

Sprich: Es wäre Heuchelei, in Bezug auf Tierquälerei nur Tierversuche zu missbilligen, aber alle sonstigen Formen von Tierquälerei, einschließlich Schlachtung zur Nahrungsmittelproduktion, zu dulden oder gar zu gutheißen.

… to be continued …

7.7.08 13:33


Warum man Lassie nicht quälen darf

Warum man Lassie nicht quälen darf 

„… wäre es aber ohnedies eine Illusion zu meinen, Tierversuche seien möglich, ohne dass mit diesen Versuchen Leiden für die Versuchstiere verbunden wären. Zum einen kann man bezweifeln, dass es überhaupt möglich ist, Tiere tatsächlich schmerzlos zu töten. Vor allem aber ist schon das Bereithalten der Versuchstiere für diese mit Leiden und Schmerzen verbunden, die in jedem Falle dafür ausreichen dürften, die Mehrzahl dieser Versuche für moralisch falsch zu halten.
Die Frage, ob man Tiere töten darf, oder genauer: welche Tiere man töten darf, ist also keineswegs eine Nebensächlichkeit. Dass sie in den Ohren mancher Menschen noch immer geradezu abwegig und abstrus klingt, verdankt sich wohl der Tatsache, dass wir so sehr daran gewöhnt sind, Tiere für unsere Zwecke leiden und eben auch sterben zu lassen. Das hinter der Gewohnheit verdeckte moralische Problem ist so kaum noch spürbar. Der Unwille, sich dem Problem zu stellen, dokumentiert jedoch, um ein Wort von Singer abzuwandeln, eher unsere kulinarischen und einige weitere Vorlieben, denn unsere Vernunftbegabung, auf die wir uns sonst so viel zugute halten.“
(Quelle: Johann S. Ach: Warum man Lassie nicht quälen darf. Harald Fischer Verlag. 1. Auflage 1999, Erlangen. S. 182-183)

Genau das ist das Problem, auf das ich bei fast allen (Fleisch essenden) Personen stoße, mit denen ich mich über dieses Thema unterhalte. Von Grund auf sind sie alle keine aktiven Befürworter von Tierquälerei und auch ansonsten das, was man „anständige Menschen“ nennt. Meine Schwester und meine Tante halten sich auch ein Haustier. Mein Freund will sich ein (weiteres) zulegen. Sie alle gehen in den Zoo, schauen sich Tierreportagen im Fernsehen an, reagieren verzückt auf den Anblick von Katzenwelpen – und essen trotzdem ihr Schnitzel und ihr Frühstücksei. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Aber eben nicht, weil es ihnen egal wäre, was den dahinter stehenden Tieren für Leid zugefügt wird. Mein Freund ist sogar strikt dagegen, dass ich neben Fleisch nun auch auf Eier und Milchprodukte verzichten will. Obwohl auch er es verwerflich findet, Tiere für kulinarische Zwecke zu töten.
Was ist der Grund für dieses Verhalten, wenn gleichzeitig trotzdem eine missbilligende Haltung gegenüber Tierversuchen und zu kleinen Zootiergehegen vertreten wird? Das Bild von Normalität, mit dem wir aufwachsen? Das das Verzehren von Fleisch von jüngster Kindheit an beinhaltet, ohne sich darüber Gedanken zu machen? Zum Vergleich: Ein Wolf hinterfragt ja auch nicht, warum es für ihn normal ist, Fleisch zu fressen, oder ob das in Ordnung ist. Auch für ihn ist das Hetzen und Töten von Wildtieren normal; in unseren Augen grausam. Also warum hinterfragen? Fleisch schmeckt und enthält (angeblich) viele wertvolle Nährstoffe. Kaum jemand weiß, wie Tiere in Nutz- und Massentierhaltung leiden, weil diesbezügliche Bilder in den Werbespots von Restaurants, Fleischereien und Supermärkten nicht auftauchen. Der Verzehr von Fleisch konfrontiert uns nicht unmittelbar mit dem Leid oder den Problemen, die dahinter stecken. Ganz im Gegenteil. Es ist ein Stück unserer „heilen Welt“. Und wie fühle ich mich, wenn jemand diese oder einen Teil davon in Frage stellt oder gar missbilligt? Genau – angegriffen …

… to be continued …

7.7.08 09:58


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