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Monsanto – ein Konzern auf Weltherrschaftskurs?

Monsanto – ein Konzern auf Weltherrschaftskurs?

 

Fall 1: Der Irak-Krieg

 

… war nur eine Finte, nicht nur im Hinblick auf die angeblichen Massenvernichtungswaffen, die nie gefunden worden sind, nicht nur im Hinblick auf die „Schaffung von Demokratie“, die lediglich die Schaffung einer neuen US-Diktatur und damit den Zugang der USA zu irakischen Ölvorräten und anderen wichtigen Ressourcen dieses Landes erleichtert hat.

 

Die Invasion des Irak war ein Banditenakt, ein Akt von unverhohlenem Staatsterrorismus, der die absolute Verachtung des Prinzips von internationalem Recht demonstrierte. ( … ) Wir haben dem irakischen Volk Folter, Splitterbomben, angereichertes Uran, zahllose willkürliche Mordtaten, Elend, Erniedrigung und Tod gebracht und nennen es „dem Mittleren Osten Freiheit und Demokratie bringen“.

 

Nobelpreis-Rede von Harold Pinter, Übersetzung von Michael Walter,

DIE NOBELPREISSTIFTUNG 2005, aus: Website der Nobelpreis-Komitees,

http://nobelprize.org

 

Wenn George W. Bush verkündet, „Wir sind im Irak, um den Samen der Demokratie zu säen“, der sich in der ganzen Region ausbreiten möge, müsste es in Wirklichkeit heißen, wir sind gekommen, um den Samen von Monsanto, Dow und Pioneer zu verbreiten. [Zur Information: Monsanto ist einer der weltweit führenden Konzerne für die Herstellung von gentechnisch verändertem Saatgut und Pflanzenschutzmitteln, Dow Chemicals einer der führenden Konzerne für die Herstellung von Pflanzenschutzmitteln, Pioneer weltweit führender Konzern bei der Entwicklung von Saatgut und Anbaupflanzen.] Nach den Plänen der US-Regierung und Agro-Industrie soll der Anbau traditioneller Pflanzensorten, freier Saatgutaustausch und die Sortenvielfalt in der irakischen Landwirtschaft der Vergangenheit angehören und stattdessen der Saatgutimport US-amerikanischer Konzerne forciert werden, sprich der Import gentechnisch manipulierten Saatguts. Zufall oder nicht, dass während des Irak-Kriegs US-amerikanische Bomben und Raketen unter anderem irakische Futtersilos, Hühnerfarmen, Düngerspeicher, Pumpstationen und Bewässerungssysteme sowie ein Großteil der landwirtschaftlichen Infrastruktur zerstört haben. Statt der Schaffung von Demokratie und der Bekämpfung des Terrorismus bringt die US-Übergangsregierung etwas anderes mit: gesetzliche Diktate, laut derer es irakischen Bauern verboten ist, traditionelle Nahrungspflanzen nachzubauen und auszusäen sowie Saatgut zu tauschen (Order 81). Stattdessen soll patentiertes oder geschütztes Saatgut von Konzernen wie Monsanto, Dow Chemical, Pioneer, Bayer oder Syngenta auf den irakischen Markt kommen.

Über die verheerenden Auswirkungen dieser Order 81 auf die irakische Landwirtschaft ist auf der Konferenz anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des alternativen Nobelpreises im März 2005 in München diskutiert worden. Die 13 anwesenden Träger dieses Preises unterzeichneten eine Resolution, in der der Erlass als „Verbrechen gegen die Menschheit“ bezeichnet wird, der die Vielfalt der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen gefährdet und lediglich den „Vorteil“ mit sich bringt, die Monopolstellung der betreffenden Konzerne durch die Einführung eines Systems von Monopolrechten an Saatgut und Privateigentum an biologischen Ressourcen auszubauen. Produktion, Reproduktion, Verkauf, Ex- und Import geschützter Pflanzensorten sind ausschließlich den Saatgutkonzernen vorbehalten. Ziel ist, im Irak die Geschäftsbedingungen für Saatgut-/Chemiekonzerne, vor allem zugunsten US-amerikanischer Unternehmen, zu verbessern und so Märkte für Agrarprodukte und Dienstleistungen aus Übersee zu schaffen. Bezahlt wird mit irakischem Ölgeld, das aber dem einzelnen Bauern nicht zur Verfügung steht. Wenn die Konzerne den irakischen Agrarmarkt übernommen haben, soll das Gesetz den rechtlichen Rahmen für die dauerhafte Beherrschung des Marktes auch für den Fall eines Militärabzugs schaffen. Den irakischen Bauern bleibt nun der illegale Anbau des eigenen traditionellen Saatguts oder der Kauf der teuren „neuen“ Sorten, um sich damit in eine Schuldenspirale zu begeben.

(s. Antonio Inacio Andrioli, Richard Fuchs (Hrsg.): Agro-Gentechnik: Die Saat des Bösen. Die schleichende Vergiftung von Böden und Nahrung. © 2006 by emu-Verlags- und Vertriebs-GmbH, Lahnstein. 1. Auflage 2006.)

 

… to be continued …

26.7.09 19:06
 


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