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Functional Food legitimiert Fast Food

Functional Food legitimiert Fast Food

 

Erschreckende Statistiken [Stand 2006]:

In Deutschland kostet die Behandlung ernährungsbedingter Krankheiten mittlerweile 71 Milliarden Euro. In ganz Westeuropa sterben pro Jahr 200.000 Menschen an den Folgen von Übergewicht/Fettleibigkeit. 2005 hat sie in den USA erstmals das Rauchen als Todesursache überrundet. In ca. 40 Jahren wird in Deutschland jeder zweite Erwachsene adipös sein. 2006 gingen in industrialisierten Ländern infolge von Übergewicht und Folgeerscheinungen mehr als 18 Millionen Arbeitsstunden durch Arbeitskräfteausfall verloren. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind 300 Millionen Menschen bereits heute fettsüchtig. 700 Millionen Menschen weisen einen Body-Mass-Index (BMI) über 25 auf – bis 25 gilt als normalgewichtig. In den Industrienationen ist jeder dritte Erwachsene zu dick. In Deutschland betrifft das bereits über 50 Prozent der Bevölkerung. Einer der Hauptgründe dafür: Die von der Lebensmittelindustrie gekonnt verschleierten teilweise stark überhöhten Zuckergehalte in industriellen Fertigprodukten wie z.B. Kartoffelchips oder „Fitness-Flakes“. Zucker macht süchtig – und steigert den Umsatz der Nahrungsmittelkonzerne.

 

Hast du dich schon einmal gefragt, ob du, wenn du z.B. in einem afrikanischen Busch-Dorf zu Hause wärst, Lebensmittel wie Cornflakes, Fertignudelgerichte oder Schokoriegel vermissen oder nachfragen würdest? Wahrscheinlich nicht, denn was man nicht kennt, braucht man nicht. Naturvölker kommen vollständig mit dem aus, was die Natur ihnen bietet. Damit die Nahrungsmittelindustrie also einen Markt findet für ihre Produkte, muss entsprechender Bedarf erst künstlich geweckt werden – und das lassen sich die Konzerne viel kosten, nämlich in Form gigantischer Werbeetats. Und so finden auch „Schokopuddings mit coolen Flecken“, „lecker joghurtleichte Schokoriegel“ und Cornflakes „für eine ausgewogene Ernährung“ ihren Weg in die Kühlschränke und Regale der Endverbraucher, die oftmals spielend leicht auf die Gehirnwäsche der Lebensmittelindustrie und Werbewirtschaft hereingefallen sind und hereinfallen. In die Kategorie dieser Produkte, für die kein Bedarf besteht und ein solcher also erst künstlich erzeugt werden muss, zählen auch so genannte Functional Foods, also Lebensmittel mit einem (angeblich) gesundheitsfördernden Zusatznutzen für den Konsumenten, wie z.B. probiotische Joghurts. Künstlich erzeugt wird der entsprechende Bedarf durch die Erfindung neuer Krankheiten, die es wiederum ermöglichen, diese so genannten „Therapeutika“ zu bewerben. Und was für Krankheiten eignen sich da besser als die durch übermäßigen Konsum von Fast Food und/oder Gen-Food ausgelösten? In einem Satz und an einem Beispiel verdeutlicht: Gäbe es die Werbung nicht, wollte keiner Fertigpizza kaufen, es würden weniger Menschen an Übergewicht und/oder anderen Folgeerscheinungen erkranken und hätten infolge auch keinen Bedarf an gesundheitsförderndem probiotischen Joghurt. Wer alles davon profitiert: die Werbewirtschaft, die Lebensmittelindustrie, die Chemiekonzerne (die z.B. künstliche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker entwickeln), die Gentechnik (Gen-Food) und letztendlich auch Ärzte, die Karies, Diabetes usw. behandeln. Gäbe es also die marketingstrategischen Bemühungen all dieser Konzerne und Industriezweige nicht, hätten sie praktisch keine Existenzberechtigung. Und wir würden uns nicht mit Nahrungsmitteln voll stopfen, die uns zwar satt, aber fett und krank machen, und dagegen angehen, nicht indem wir unsere Ernährung umstellen und mehr Sport treiben, sondern Functional Food zusätzlich verzehren und uns Pillen und Antibiotika vom Arzt verschreiben lassen. Die Lebensmittelindustrie erzeugt erst die Probleme, für die verantwortlich zu sein sie kategorisch ablehnt, und profitiert auch noch davon, indem sie vorgibt, für diese Probleme neue Lösungen zu schaffen. Die wiederum nur eine Fortführung des begonnenen Teufelskreislaufs darstellen. Inzwischen wird erforscht, wie verschreibungspflichtige Medikamente in Pflanzen per Genmanipulation eingebaut werden können – ein neuer – profitsteigernder – Erwerbszweig der großen Lebensmittelkonzerne. Eine Entfremdung von der Natur, die ganz ohne Industrie, Chemie und Genmanipulation alles zur Verfügung stellt, was ein Mensch für eine vollwertige Ernährung benötigt.

30.7.09 20:26
 


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