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ACHTUNG: Der folgende Blog enthält triggernde Textabschnitte! Bitte nur in stabilem Zustand lesen!

 19.03 2008

Gestern morgen bin ich nach fünf Stunden Schlaf um 07:30 Uhr morgens aufgewacht - und stand kurz vor einem Suizidversuch. Ich hatte den Gedanken "Ich bring' mich jetzt um", spielte im Kopf durch, wie ich es wohl anstellen könnte, ich wollte es unbedingt und mir kam nichts in den Sinn, was mich davon hätte abhalten können - die Welt wäre eine Last los, inklusive aller Menschen, die ich kenne - das war meine Motivation und Überzeugung. ZUM GLÜCK!!!! hatten wir keinen Alkohol im Haus, sonst ... und ich war vernünftig genug, mich einfach wieder ins Bett zu legen und diesen Anfall auszusitzen. Denn ich kenne solche Anfälle und weiß, wenn ich das Zimmer verlasse, tue ich mir wirklich etwas an, auch wenn ich irgendwo tief in mir drin spüre, dass ich eigentlich gar nicht sterben will - es würde dann wohl eher unbewusst passieren, damit es "endlich" passiert ... habe es natürlich sofort meinem Therapeuten erzählt, der mir empfohlen hat, ihn beim nächsten Mal sofort anzurufen - aber dazu müsste ich ja wie gesagt das Zimmer verlassen ... hat mir einen enormen Schrecken eingejagt, denn so schlimm war es, glaube ich, bisher noch nie - dass es absolut nichts gab, das mich davon hätte abhalten können - nur mein Wissen, wie ich mich in solchen Momenten verhalten soll ...

 18.03.2008 00:33 Uhr

Eine XXX, eine Tasse Kaffee ... oke, ich versuche mich möglichst lange wachzuhalten und stelle mir sicherheitshalber den Wecker auf 11:00 Uhr ^^
Ich halte es einfach nicht mehr ohne meine kleinen Helferlein aus - würde mich mal interessieren, wie ich nur einen Tag ohne XXX und Kaffee auskäme ... irgendwie habe ich das Gefühl, ich brauche meine Trips, diese - wenn auch kurzweiligen - Betäubungen meines Gefühlschaos. Ich vernachlässige mich, und das extrem. Ich verkrieche mich in meine Welt, und das extrem. Deswegen sollte man mich nicht allein lassen, weil dann versinke ich in dieses Loch, in dem ich gerade sehr tief drin stecke ... ich bin den ganzen Tag sozusagen mit mir selbst allein - und das tut mir nicht gut, gar nicht gut - ich bin mir zu viel, ich ertrage so viel von mir nicht ...

 14.03.2008

Tagebuchaufzeichnung vom 08.09.2002

"(...) Wenn du Hunger hast, fühlst du dich wie auf irgendeiner abgefuckten Droge. Du hast zu nix Bock und tust irgendwas Bescheuertes, und wenn du, genau wie ich jetzt, selbstmitleidiges Gefasel in dein Tagebuch kritzelst, du tust es, nur um irgendwas zu tun. Siehst du, ich verschreib' mich schon aus lauter Lustlosigkeit. Gott, manchmal gehe ich mir selbst so was von auf die Nerven, dass mir selbst das Tagebuch-Schreiben zur lästigen Qual wird. Ich hatte da gerade so einen seltsam schönen Moment, weißt du? Ich saß einfach so da, bei Dämmerlicht und Roxette-Musik, Hunger und Müdigkeit nagten an mir (tun sie immer noch) und ich habe einfach die Augen geschlossen und auf die Musik gelauscht und meine Gedanken aus dem Käfig gelassen. Ein Gedanke ist wie ein Pferd: im Stall brav, ruhig und gelassen, und auf der Weide voller Bewegungsdrang, Energie und Freiheitsdurst. Wenn man alles aus sich herauslassen, wenn man einfach mal man selbst sein kann, ohne auf irgendwas oder irgendjemanden Rücksicht nehmen zu müssen, wenn es nicht darum geht, den Anschein zu wahren oder irgendwelche abartigen Verhaltensregeln einzuhalten, sondern wenn es darum geht, den Mut zu haben, ein Mensch zu sein, sich seinen Gefühlen zu öffnen und sie freizulassen, ohne sich Sorgen zu machen oder Hemmungen zu haben - dann und nur dann geht es einem richtig gut, dann ist man frei. Dann kamen die Tränen auch gleich wie von selbst. Und es hat mir gut getan. Es war wie eine ungeheure Erleichterung. Als wenn eine bleischwere Last von meinen Schultern gefallen wäre. Oh man, das ist wirklich so, als wenn man auf Droge wäre, nur dass man nicht am Gefühle-Ertränken Spaß hat, sondern am Gefühle-Herauslassen. Deswegen sind Drogen schlecht. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und sind Tag für Tag einem ungeheuren Leistungsdruck ausgesetzt, und da gibt es selten Momente, in denen wir mal so richtig ausspannen können, obwohl wir es doch so dringend so oft nötig haben. Verstehst du, was ich meine? Ich möchte frei sein, nicht nur im physischen Sinne. Nicht nur im sozialen Sinne. Nicht nur emotional. Sondern auch seelisch. Ich kann aber nur frei sein, wenn mein Herz frei ist, wenn ich mich frei fühle. Wenn ich mich frei FÜHLE. Aber das tue ich nicht. Irgendwo ganz tief drin in meinem Herzen liegt ein großer Schmerz vergraben. Ein Schmerz, so groß, dass ich ihn vergraben halten muss, um ihn nicht ertragen zu müssen. Deswegen auch die Mauer. Das Schneckenhaus. Das permanente Schweigen. Die soziale Isolation. Diese fast krankhaft abartige Sucht nach Einsamkeit. Das Gedankenchaos, die Bilderflut in meinem Kopf. Die Traumwelt. Das Erfinden tausender blödsinniger Geschichten, die sich durch ihr schnelles Aufeinanderfolgen gegenseitig ihrer nur Sekundenbruchteile dauernden faszinierenden Aura berauben ..."

Gut zu wissen, dass ich nicht erst seit kurzem so verkorkst bin, wie ich neulich mit Erschrecken festgestellt habe Und gut zu wissen, dass ich mich trotzdem schon etwas weiterentwickelt habe, zumindest in philosophischer Hinsicht, denn über das Thema "Freiheit" habe ich mir erst vor wenigen Monaten während eines Spaziergangs im schönen Österreich, mitten in der Nacht, Gedanken gemacht - und bin zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen ...

10.03.2008

Schau' her, Daddy, das ist meine Hölle. Ich will tot sein - nur für dich. Ich will Schmerzen, leiden, büßen, büßen, büßen - nur für dich. Mein Körper, mein Fleisch, mein Blut - schau' her, ich gebe es dir, es gehört nicht mehr mir - es ist alles dein. Die Klinge - mein bester Freund. Mein Körper - mein größter Feind. Ich ertrage ihn nicht, ertrage mich nicht, bin so voller Hass, mir selbst so fremd, so fremd ... dass ich aufpassen muss, die Ärmel vorher hochzukrempeln, mit der Hand über den Arm zu wischen, bevor es auf den Boden tropft, nur mit der sauberen Hand etwas anzufassen ... Wer ich bin? ... Ich habe es vergessen - nur für dich. Was ich liebe? ... Ich habe es vergessen - nur für dich. Was ich tue? ... Ich weiß es nicht - aber ich tue es nur für dich. Was ich will? ... Ich habe keine Wünsche - nur für dich. Siehst du dieses Messer? Ich blute - nur für dich. Ich hasse, hasse, hasse - nur für dich. Was immer es auch ist - es ist nur für dich ... Nur für dich ... Daddyyyyyy ... ich schreie - nur für dich. Doch du hörst mich nicht. Denn ich schweige - nur für dich. Ich lächle trotz der Schmerzen - nur für dich. Du hast mich lieb? Du brauchst nicht lügen. Du bist da für mich? Verschwende deine Kraft nicht - nicht für mich. Daddy, bitte, bitte, bitte erteile mir meine Absolution. Nimm' meine Hand, sieh' mir in die Augen, rufe meinen Namen, hol' mich zurück zu dir, komm' zurück zu mir - ALLES! ... Aber erhöre mein Flehen nicht! ...

... es ist nicht genug, nicht wahr? ... ich lebe ja immer noch ... klar ... um zu büßen ... zu büßen, zu büßen ... der sommer ist nicht für mich gemacht. Diesmal nicht - noch nie war er für mich gedacht. Ich bin nur einsame Zuschauerin ... und doch bin ich blind ...

Oh dear, das ist einfach too much für mich ... ich will nicht mehr, nicht mehr ich sein, nicht mehr so schwer sein, nicht mehr diese Gefühle, all diese Gefühle ... wie konnte ich wissen? Es war nur der Hunger nach Macht, nach Kontrolle ... und Macht ... und jetzt? Wie schwach bin ich, dass ich blutend am Boden liege, mich winde vor Schmerzen - und du merkst es nicht? ... Wie schwach bin ich, dass ich schreie, vor Schmerzen - und du hörst es nicht? ... Ja, ich zerbreche - weil ich zerbrechen will, nicht annehmen, nicht akzeptieren will - dass ich bin wie ich bin, so verletzlich ... Bittersweet ... there were memories ... crawling in the dark, crawling for me ... so the glasses keep on injuring, harming, hurting myself ... until the silence will be broken - like me ... und noch immer ... ist es nicht genug ... Schmerz ... Blut ... rot ... Bote des Todes ... so realisiere ich doch ... du lebst nicht um des Sterbens willen ... denn ich will leben ... sonst wäre ich schon tot ... mit all den Schmetterlingen ... all den Blumen, dem blauen Himmel und dem Sonnenschein ... leicht ... so leicht, so schwerelos ... doch nichts hält meine Tränen auf ... Sehnsucht, oh Sehnsucht ... ich will leben, leben ... mach' mich vergessen, vergessen, was ich getan, vergessen, was ich gewesen, was ich bin ... der Spiegel zerbricht, der Tag weicht der Nacht - ich habe die Zeit vergessen ... ich halte sie fest, in der Erinnerung - die Welt, die einst meine Heimat gewesen - und nun zerbrochen ist ... So fremd, so fremd, so fremd ... höre ich meine Stimme verstummen, meine Schreie verblassen ... und was ist ihre Sprache? ... Kannst du mir sagen, was sie meint? Helfen wollte ich, helfen ... und zerstöre doch nur ... oder ist es letztendlich das Gleiche ...? Ist es letztendlich egal - was ich fühle? Hauptsache, ich gehe weiter? Du gehst neben mir, du kennst mich.
Oder doch nicht? Sag' mir die Zahl - sag' mir, wieviele Entschuldigungen stecken in einer Sekunde? Sag' mir, wieviel Gewicht kann Schuld haben - bis man zusammenbricht ...?

Ich könnte dich glatt vergessen ... ich könnte ... aber ich halte dich fest ... so wie ein Schmetterling an seinem Flug ... Warum sonst sollte er fliegen, wenn nicht um der Stärke seiner Flügel willen ...?
So ist denn der Krieg, den ich führe - bedeutungslos ...?
So sind all die Schmerzen, die ich spüre - bedeutungslos ...?
So ist denn der Frieden, den ich suche - nur Illusion ...?
Das Lachen meines Herzens, das Lächeln in meinen Augen - nur Hohn ...?
Nein ... Ich drehe mich nur um und gehe ... Ich sehe dir in die Augen, ich lächle, sage kein Wort, nein, ich verweile an einem anderen Ort ... und gehe ... Denn meine Gebete bleiben unerhört, bin ich es nur, der mich selbst am meisten stört, der Meter um Meter vorwärtsstrebt, ohne dass er sich auch nur einen Zentimeter vorwärtsbewegt ... der singt, der schreit, so laut er kann - und was du hörst, ist nur ein "Bis dann ..." - bis zu diesem Ort, dieser Zeit, ich weiß nicht genau, vielleicht spielt es keine Rolle, der Himmel bleibt blau ... irgendwann ist er beendet, der Flug des Schmetterlings - auch seine Kraft geht ihm irgendwann aus ... auch er ist nur dann dort, dort, wo sein Herz wohnt - zu Haus' ...

08.03.2008

...mit Angst aufgewacht ... Angst begleitet mich ... den ganzen Tag ... bisher gegessen: zwei Scheiben Brot mit Käse, eine Tasse Cappu, ein Teller rote Linsen mit Rührei, angenehmes Sättigungsgefühl ... sitze vorm Laptop, in Nachthemd und Bademantel und kann mich zu nichts recht aufrappeln, nicht mal zum Radfahren ... bei dem schönen Wetter ... nichts geraucht, noch nichts getrunken, aber ich fühl' mich so leer, so verängstigt, eben volle Kanne depressiv, dass ich losheulen könnte ... werd' mich jetzt betrinken gehen ...




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